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Artbildung in flagranti

Bambus
Der Riesenbambus im Palmenhaus ist einfach zu erkenn - kleinere Verwandte sind gerade der Renner auf dem Teemarkt und eine harte Nuss.

Worum geht es bei dieser Forschung?

Pflanzliche Arten sind vielfältig, und vielfältig sind die Arten ihrer Nutzung durch die Menschen. In dieser Vielfalt geht leicht verloren, um welche Pflanzenarten es sich handelt, eine Herausforderung, die durch die Globalisierung noch verschärft wird. Wenn wir Pflanzen oder pflanzliche Produkte auf ihre "Echtheit" untersuchen wollen, müssen wir aber erst mal klären, was Arten überhaupt sind und wie sie neu entstehen. Das ist bei Pflanzen alles andere als trivial.

 

Wie ist die Idee entstanden?

Jede Woche gelangen neue Pflanzen und pflanzliche Produkte auf den europäischen Markt. Ob Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Ayurveda oder Novel Food – das Potential für eine personalisierte Medizin und eine Heilung durch Ernährung ist spannend, stellt aber den Verbraucherschutz vor große Herausforderungen. Über tausend Pflanzen, eine starke Nachfrage, ein hoher Preis und eine begrenzte Produktion bieten ideale Bedingungen für Verfälschungen. Wir haben hier an diagnostischen Verfahren entwickelt, die auf genetischen Barcodes und authentifizierten Lebendreferenzen im Botanischen Garten beruhen. Inzwischen geht es aber darum, die Auflösung bis jenseits der Art hinaus zu steigern. Wir suchen daher nach Wegen, wie wir der Entstehung neuer Arten zuschauen können, um so eine neue Generation noch präziserer Nachweismethoden entwickeln zu können.