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Androsace septentrionalis (Nördlicher Mannsschild)

Androsace septentrionalis
Blüte des Nördlichen Mannsschild, aufgenommen im Botanischen Garten des KIT (Foto: M. Sommerfeld)

 

Der Nördliche Mannsschild ist eine in Deutschland akut vom Aussterben bedrohte Art aus der Familie der Primelgewächse. Einige wenige Vorkommen existieren noch in Bayern, während frühere Vorkommen in anderen Bundesländern vollständig erloschen sind.

Androsace septentrionalis fällt durch seinen doldigen Blütenstand auf. Dieser besteht aus kleinen, weißen bis rosafarbenen, fünfzähligen Einzelblüten, welche gegen Ende des Erstfrühlings erscheinen.

Die Art besiedelt ausgesprochen nährstoffarme Äcker und kurzlebige Unkrautfluren sowie Trocken- und Halbtrockenrasen. Hauptgefährdungsursachen sind die Eutrophierung von Böden durch Düngereintrag, die Aufforstung von Küsten- und Binnendünen sowie das Aufhören kleinflächiger Bodenverwundungen.

Um den Nördlichen Mannsschild vor dem Aussterben zu bewahren, wurde im Jahre 2006 eine Erhaltungskultur im Botanischen Garten des KIT angelegt.