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Wissenschaft und Gesellschaft im Dialog

Forschung und Öffentlichkeit sind oft Welten voneinander entfernt. Die moderne Biologie wird stark durch molekularbiologische Methoden geprägt. In der Öffentlichkeit wird allem, was mit Genen zu tun hat, eher mit Misstrauen begegnet. Kein Wunder: was man nicht durchschaut, dem bringt man natürlich eher Skepsis entgegen. Das Botanische Institut möchte daher den Botanischen Garten auch als Forum nutzen, um der interessierten Öffentlichkeit das nahezubringen, womit wir uns in der Forschung beschäftigen. Unser Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit beruht dabei auf folgenden Elementen:

1. Wir bieten etwa einmal monatlich  zu bestimmten Themen an: Ob "Sex bei Pflanzen", "Was wir vom Wilden Wein lernen können", "Mit der Gene Gun auf der Pirsch" oder "Wo wächst Schokolade - Tropische Nutzpflanzen" - bei diesen Führungen erfahren Sie nicht nur in verständlicher Form Neues über verschiedene Bereiche der Botanik, in diese Führungen fließt immer auch das ein, was wir gerade in der Forschung bearbeiten.

2. Auf Anfrage gibt es auch Führungen für Schulklassen oder Gruppen zu vorher vereinbarten Themen.

3. Der Garten ist nicht nur wochentags, sondern auch am Sonntag geöffnet (Eintritt frei) und wir haben zu verschiedenen Schwerpunkten sogenannte Themenpfade mit zahlreichen Stationen vorbereitet, die man selbstständig begehen und sich mit Hilfe von Tafeln mit einem bestimmten Thema beschäftigen kann.

Wozu sich das KIT einen Botanischen Garten leistet

Botanische Gärten sind ursprünglich als Lehrgärten für Apotheker entstanden. Heute erfüllen sie ganz neue, sehr vielfältige Aufgaben. Unter den Botanische Gärten in Deutschland gibt es vermutlich keinen zweiten Garten, der so intensiv in Forschung und Lehre eines Botanischen Instituts eingebunden ist. Die biologische Forschung am KIT ist inzwischen im Bereich I "Biologie, Chemie und Verfahrenstechnik" versammelt worden. Damit wird auch klar ausgedrückt, dass Angewandte Biologie eine große Rolle spielt. Mit seinem Schwerpunkt auf Nutzpflanzen nimmt hier der Botanische  Garten eine Schlüsselposition für die Entwicklung biotechnologischer Forschung und Lehre ein. Gleichzeitig geht der Garten neue Wege beim Artenschutz - Biodiversität schützen und nützen stehen nicht im Widerspruch, sondern gehen Hand in Hand.

Neue Wirkstoffe

Vererbung steuern

Biodiversität nützt Lehre

Artenschutz

Öffentlichkeit
 
Pflanzen bilden über 1 Million Wirkstoffe. Dieser Schatz ist noch fast gänzlich ungehoben. Können wir ihn für die Bioökonomie nutzbar machen?   Mit neuen molekularen Scheren lässt sich Vererbung steuern. Damit wird erstmals gezielte Züchtung möglich. Dies erlaubt es, das Potential genetischer Ressourcen besser zu erschließen. Biologische Vielfalt ist wertvoll. Und zwar ganz konkret. Unsere Sammlung von Wild-reben birgt genetische Schätze für die nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft. Die Genbank für Wilde Verwandte von Nutzpflanzen ist Teil des Bundesplans für pflanzengenetische Ressourcen.  Die neuesten Ergebnisse aus unserer Forschung werden unmittelbar in die Lehre eingebunden - auch in den zahlreichen Praktika. Im Modul Grüne Schule entwickeln Studierende neue Konzepte für Schulklassen und Kinder. Nutz und Schutz sind kein Widerspruch. Mit neuen Konzepten engagieren wir uns für den Artenschutz. In unserem Projekt WIPs.de schützen wir die deutschen Verantwortungs-arten. Öffentlichkeit und Wissenschaft rücken immer mehr auseinander. Das ist problematisch und wir versuchen daher, der Öffentlichkeit zu erklären, was wir da eigentlich tun und wofür das gut ist.