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PROGRAMM FÜHRUNGEN
Fuehrungen

 

Das aktuelle Programm der Führungen Herbst und Winter 2017-2018 als pdf

ANGEBOTE UND TARIFE

 

Thematische Führungen

Auf Anfrage bieten wir auch Führungen für Gruppen oder Schulklassen zu bestimmten Themen an.

Kontakt: Renate Herberger-Biester, Botanisches Institut,
Tel. (0721) 608-42142,
renate herberger-biesterCyu5∂kit edu



Tarife

Öffentliche Führungen:
Richtsatz 5 € pro Person,
ermäßigt 3 € pro Person

Für Gruppenführungen:
Richtsatz 7 € pro Person,
für Schulklassen ermäßigter Beitrag 2 € pro Person.


Hier geht es zum Anmeldeformular für Gruppen 

Anmeldung zu den Führungen

Aus organisatorischen Gründen läuft die Anmeldung für die Führungen ab dem 01.01.2018 über die Seiten des Vereins der Freunde und Förderer des Botanischen Gartens des KIT.

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CRISPR-Cas - Genscheren revolutionieren die Pflanzenzüchtung

So, 21.01.2018, 11:15-12:30: Dr. Michael Pacher
CRISPR-Cas
CRISPR-Cas ist eine Genschere, die man präzise an einen bestimmten Ort des Erbguts lenken kann. Dies eröffnet neue Möglichkeiten in der Präzisionszüchtung.

Um die Idee seiner Evolutionstheorie zu erklären, nutzte Darwin das Bild des Taubenzüchters, der zufällige Unterschiede unter seinen Tauben dazu nutzt, neue Formen zu erzeugen, indem er etwa die Tauben mit einem etwas größeren Kropf miteinander verpaart. Jahrtausendelang haben die Menschen auf diese Weise gezüchtet - zufällige Variation wurde mit gezielter Auslese (Selektion) verknüpft. Die Gentechnik erlaubte zum ersten Mal, Gene über Artgrenzen hinweg zu übertragen, hier wußte man zwar, wie man die Variation erzeugt, aber wo dieses Gen eingebaut wird, konnte man nicht steuern. Variation blieb also dem Zufall überlassen. Auch wenn man, wie seit einem halben Jahrhundert üblich, durch Einsatz von Strahlung oder chemischen Mutagenen die Variation erhöhte, um mehr Auswahl zu haben, war diese Änderung des Erbguts zufällig. Der Einsatz der Genschere CRISPR-Cas erlaubt es nun zum ersten Mal, gezielte Variation zu erzeugen, indem man an festgelegten Stellen des Erbguts einen Schnitt (einen sogenannten Doppelstrangbruch) setzt, der danach wieder repariert wird, aber in der DNS eine kleine "Narbe" hinterlässt, wodurch das entsprechende Gen ausgeschaltet wird. Damit hat kann man sogenannte Präzisionszüchtung betreiben. Der veränderte Organismus, der hier entsteht, ist nicht mehr transgen (die Genschere kann wieder entfernt werden) - was bedeutet dies für die kontrovers geführte Diskussion um Gentechnik?


Traditionelle Chinesische Medizin

So, 18.02.2018, 11:15-12:30: Prof. Dr. Peter Nick
TCM
Was ist dran an Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM)?

3000 Jahre Erfahrung, über 11000 Rezepturen - ein Wissensschatz, der uns aber immer noch fremd ist. Können wir dieses Wissen für unsere Medizin nutzen und Ost und West zusammenbringen? Kann man die teilweise erstaunlichen Wirkungen auf eine rationale Weise erklären? Präparate der Traditionellen Chinesischen Medizin werden über den Internethandel in großer Menge gehandelt - die Kombination aus traditionellen Namen, Exotik von bei uns oft unbekannten Pflanzen und einer Nachfrage nach den oft seltenen Pflanzen ist ein Nährboden für Fälschungen und Verwechslungen. Wie können wir hier die Qualität sichern? Mithilfe unserer Sammlung von authentifizierten Belegpflanzen und molekularen Markern arbeiten wir hier an Tests, um mehr Transparenz zu schaffen. Wie kann man verhindern, dass die Nachfrage nach Heilpflanzen bedrohte Arten zum Aussterben bringt? Tradition und Globalisierung treffen hier aufeinander - aber Wissenschaft kann dazu beitragen, den Konflikt zu entschärfen.