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PROGRAMM FÜHRUNGEN
Fuehrungen

 

Das aktuelle Programm der Führungen Herbst und Winter 2017-2018 als pdf

ANGEBOTE UND TARIFE

 

Thematische Führungen

Auf Anfrage bieten wir auch Führungen für Gruppen oder Schulklassen zu bestimmten Themen an.

Kontakt: Renate Herberger-Biester, Botanisches Institut,
Tel. (0721) 608-42142,
renate herberger-biesterQhx8∂kit edu



Tarife

Öffentliche Führungen:
Richtsatz 5 € pro Person,
ermäßigt 3 € pro Person

Für Gruppenführungen:
Richtsatz 7 € pro Person,
für Schulklassen ermäßigter Beitrag 2 € pro Person.


Hier geht es zum Anmeldeformular für Gruppen 

Anmeldung zu den öffentlichen Führungen

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Weinbau ohne Gift

Vortrag von Dr. Oliver Trapp, So 15. Oktober 2017, 11:15-12:30
Weinbau
Reinen Wein einschenken ist gar nicht so leicht - die Globalisierung hat viele Krankheiten nach Europa gebracht.

Wussten Sie, dass etwa 70% der Fungizide in der EU in den Weinbau gehen? Der Grund sind Krankheiten wie der Falsche Mehltau (Reben-Peronospora) oder der Echte Mehltau, die im 19. Jahrhundert aus Nordamerika eingeschleppt wurden. Der Weinbau ist quasi eines der ersten Opfer der Globalisierung. Aber die Globalisierung half auch, hier eine Medizin zu finden: Die Erfindung der Pfropfung europäischer Edelreiser auf amerikanische Unterlagsreben half die Reblaus in den Griff zu bekommen und ist vermutlich das erfolgreichste Beispiel für biologische Schädlingsbekämpfung. Über einen langen Züchtungsprozess gelang es, Resistenzgene aus nordamerikanischen und sibirischen Wildreben in Kulturreben einzukreuzen. Die so erzeugten PiWi-Reben (für Pilz-Widerstandsfähig) erlauben es, den Einsatz von Fungiziden drastisch zu reduzieren. Die Evolution hat also Alternativen entwickelt, wie sich Pflanzen selbst gegen Krankheiten schützen können. Inzwischen können wir das für einen ökologischen Weinbau nutzen. Wir dürfen uns jedoch nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Dr. Trapp, vom Julius-Kühn Institut in Siebeldingen, berichtet über die neuesten Entwicklungen der Rebenzüchtung. Diese Veranstaltung wird vom Verein der Freunde und Förderer des Botanischen Gartens organisiert.


Gartenarchitektur

Gartenarchitektur
Auch Gärten spiegeln ihre Zeit. Private und öffentlich Gärten in den 50ern (übrigens auch unser Garten) als Ausdruck sozialer Geschichte.

Die Karlsruher Autorin ("Röslein tot") und Landschaftsgärtnerin Marketa Haist erzählt über die Spuren der Zeitgeschichte in der Anlage und der Architektur von öffentlichen und privaten Gärten. Als Reaktion auf die monumentale und monolithische Architektur des Faschismus wurden nach dem Krieg aufgelöste Formen bevorzugt. Danach knüpfte man wieder an die streng geometrischen Formen der Bauhauszeit aus den 20ern an. So wie in anderen Bauwerken auch, spiegeln sich in den Gärten die Geschichte und die vorherrschenden Ideen der jeweiligen Zeit wieder. Diese Sprache kann man erkennen - wenn man sie erklärt bekommt. Hier bekommen Sie die Chance dazu - eine Veranstaltung die von den Freunden und Förderern des Botanischen Garten organisiert wird.