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Hylocereus undatus (Drachenfrucht)

Hylocereus_Drachenfrucht
Dieser Kaktus ist ein richtiger Baum und seine Blüten sind ebenfalls groß und dekorativ (Bild Karlheinz Knoch)
Hylocereus_Drachenfrucht
Auch die Frucht ist sehr dekorativ, als Drachenfrucht ist sie inzwischen auch aus unseren Märkten zu finden, wird aber zumeist aus Thailand eingeflogen (Bild Karlheinz Knoch).

Hylocereus ist eine baumartige Kaktee aus Südmexiko und trägt viele Namen - "Pitahaya" und "Drachenfrucht" sind vermutlich die bekanntesten. Die armdicken Stämme können 5 m und mehr erreichen und sind auf  schlangenartige Weise miteinander verschlungen. Die großen Blüten sind auch nicht gerade klein - mehr als 20 cm im Durchmesser und weissgelb oder gelb. Wegen der skurrilen Früchte wird diese Kaktee auch ausserhalb Mexikos angebaut. Die Früchte, die man seit einigen Jahren auch bei uns kaufen kann, kommen vor allem aus Thailand oder Vietnam. Bei uns bekommt man zumeist die Früchte mit weißem Fruchtfleisch der Art Hylocereus undatus. Es gibt aber auch eine Version mit rotem Fruchtfleisch (Hylocereus monacanthus) und eine gelbe Variante (Selenicereus megalanthus). Im Innern finden sich zahlreiche schwarze Samen. Der Geschmack erinnert in etwa an Kiwi, ist aber zarter und auch flüchtiger. Beim Erhitzen geht das Aroma völlig verloren.

Unsere Drachenfrucht blüht sehr dekorativ mehrmals im Jahr (gerade Anfang Oktober wieder), aber die Blüte ist ähnlich flüchtig wie das Aroma, nach wenigen Tagen welken die Blüten schon. Hylocereus ist laut Literatur selbst-inkompatibel, was in der Sprache der Botanik bedeutet, dass er nur von fremdem Pollen bestäubt werden kann, um eine Frucht zu bilden. Leider ist die zweite Karlsruher Drachenfrucht, im Schlossgarten ein Klon unserer Pflanze. Daher dachten wir, dass wir wohl keine Früchte ernten würden. Eine unserer Gärtnerinnen, Frau Kusterer, wollte sich aber nicht mit dem Schicksal abfinden und führte einfach eine Selbstbestäubung durch - siehe da: es funktioniert. Im Spätherbst prangen zahlreiche der bizarren Früchte an unserer Pflanze und strafen die botanische Fachliteratur Lügen...