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Stroll Around in the Water Lily House

Plan Seerosenhaus
Seerosenhaus (Plan von Thomas Horn und Michael Rühle)
Die Riesenseerose vom Amazonas war Vorbild für den berühmten Kristallpalast der Londoner Weltausstellung von 1865
Musa
Die spektakuläre Riesenblüte der Banane zeigt schon die kleinen Früchte.
Hier fliesst der Saft, der Geschichte schrieb: Stängel des Zuckerrohrs.

Besonderheiten im Seerosenhaus (Auswahl)

Im Mittelpunkt der Seerosenteich: hier wird jedes Frühjahr die spektakuläre Riesenseerose (Victoria cruziana) gepflanzt, die bis zum Hochsommer gewaltige Blätter von über einem Meter Durchmesser und ebenso spektakuläre Blüten hervorbringt. Auf den Blättern dieser vom Amazonas stammenden Seerose kann sogar ein Mensch platziert werden, ohne unterzugehen (bitte nicht ausprobieren!).

Am Südrand des Teichs die Lotusblume (Nelumbo nucifera), die bei uns auch ihre geheimnisvollen Blüten entfaltet. An den Blättern kann man den berühmten Lotuseffekt ausprobieren, ein Tropfen Wasser perlt in unglaublicher Geschwindigkeit ab, ein Effekt, den man inzwischen für selbstreinigende Oberflächen von Autos nachahmt. Ab Spätsommer kann man die dekorativen Fruchtstände sehen.

Am Westrand klettert die Baumwolle (Gossypium hirsutum), wo man die meiste Zeit des Jahres die malvenartigen Blüten, die Fruchtkapseln und die reifen Samenhaare sehen kann aus denen die meisten unserer Textilien hergestellt sind.

Daneben sieht man, ebenfalls über viele Monate, die rubinroten, stammbürtigen Blüten der Goethea, die Früchte der Schwammgurke (Luffa aegyptiaca) und daneben eine ganze Sammlung von Pflanzen, die in der Ayurveda-Medizin eingesetzt werden. Hier duftet es intensiv von unserer Basilikum-Sammlung. Hintergrund sind Forschungsarbeiten, wo es darum geht, Fälschungen des Heiligen Basilikum Tulsi (Ocimum tenuiflorum) nachzuweisen. Wenn man an den Blättern reibt und schnuppert, kann man die Vielfalt von etherischen Ölen bei den verschiedenen Basilikum-Arten erleben.

Am schmalen Nordufer des Teichs wachsen drei berühmte tropische Nutzpflanzen - der Melonenbaum oder Papaya (Carica papaya) mit seinen crèmeweißen Blüten und stammbürtigen grünen bis goldgelben Früchten, daneben die Banane Musa spec., die riesengroße rosenrote Fruchtstände produziert, aus denen später kleine und krumme Bananen entstehen (bitte nicht pflücken!) und links das Zuckerrohr (Saccharum officinarum) aus dem der Rohrzucker gemacht wird.

Am breiteren Südost-Ufer des Teichs steht die Sinnespflanze (Mimosa pudica), die bei Berührung ihre Blätter zusammenklappt (bitte nicht überstrapazieren!), aber auch noch einige Nutzpflanzen wie Erdnuss, Süßkartoffel und Papyrus. In einem Bottich kann man den seltenen Schwimmfarn Salvinia sehen. Auch er ist Gegenstand eines Forschungsprojekts. Die Abteilung von Prof. Dr. Schimmel am Physikalischen Institut hat das Geheimnis seiner Blattoberflächen gelüftet, die nämlich über eine ausgeklügelte Nanostruktur unter Wasser Luftblasen festhalten kann. Dies wird inzwischen technisch simuliert - man hofft, damit Schiffe bauen zu können, die mit weniger Reibung durchs Wasser pflügen können und dadurch weniger Energie brauchen.