Was wir tun


Willkommen im Nick-Labor

  

Molekulare Zellbiologie (Prof. Dr. Peter Nick)

Fritz-Haber-Weg, Gbd. 30.43 (Biologieturm), 5. Stock. e-mail. So finden Sie uns

 

Sekretariat

Protoplasma

Die Zeitschrift für Zellbiologie mit der längsten Tradition. mehr...

 

Was gibt es Neues? Abschluss-Symposium Interreg Oberrhein

Am Donnerstag, den 7. Juli 2022, findet das Abschluss-Symposium unseres Interreg Oberrhein Forschungsnetzwerk DialogProTec statt. Ort: Staatsweingut Blankenhornsberg im Kaiserstuhl und virtuell. >>>>ANMELDUNG<<<<

Im wissenschaftlichen Teil (als Hybrid mit virtueller Teilnahme) am Vormittag stellen wir vor, wie wir in einer interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Mikrosystemtechnik, Naturstoffchemie, Stressphysiologie und molekularer Zellbiologie den chemischen Dialog zwischen Pflanzen und Pilzen, aber auch zwischen Pflanzen untereinander untersucht haben und einige der ausgetauschten Signale entziffern konnten. Im praktischen Teil werden wir im Austausch mit Winzerinnen und Winzern diskutieren, wie man den Weinbau in der Region klimafest gestalten kann. mehr zu DialogProTec...

Was gibt es Neues? Eutypinose - Nicht Gift, sondern Signal

Der Klimawandel fordert immer mehr Tribut, auch im Weinbau. Pilze, die auch im gesunden Rebstock siedeln und harmlose "Mitesser" sind, werden plötzlich zu Killern, wenn die Pflanze unter Klimastress gerät. Ein Rebstock, der bislang stark und produktiv dastand, kann dann binnen einer Woche zu einem Häuflein Elend zusammenbrechen (sogenannte Apoplexie). Eutypinose ist eine Form dieser Krankheit. Hier steht der Pilz Eutypa lata im Zentrum. Gemeinsam mit dem Institut für Biologische Wirkstoff-Forschung in Kaiserslautern konnten wir im Rahmen des Interreg-Oberrhein Projekts DialogProTec nun zeigen, dass hier der Stoff Eutypin verantwortlich ist. Wir konnten auch zeigen, welche molekularen Strukturen hierfür zentral sind, wenn man ein Sauerstoffatom an diesem Molekül reduziert, verschwindet die toxische Wirkung, dafür erscheint aber eine Wirkung auf die Mikrotubuli. Man kann sogar die Wirkung von Eutypin mit der reduzierten Variante ausmerzen. Dies zeigt, dass es einen Rezeptor geben muss. Eutypin wirkt also nicht als Gift, sondern es simuliert ein Signal, das in der Pflanze eine überzogene Immunreaktion auslöst, die mit einem Selbstmord der Zellen einhergeht. mehr zu DialogProTec...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der neue "Strasburger"

Vor 127 Jahren begründete Eduard Strasburger das Lehrbuch der Botanik. Jetzt ist die 38. Auflage erschienen - damit ist der Strasburger das Biologielehrbuch mit der längsten Geschichte. Peter Nick steuerte einige 100 Seiten zu den Themen Struktur und Funktion des Pflanzenkörpers und pflanzliche Entwicklung bei. Der "Strasburger" verfolgt den Anspruch, das gesamte Wissen über Pflanzen umfassend, aktuell und dennoch gefiltert darzustellen. Auch wenn es noch nie so einfach war, sich Informationen zu beschaffen, besteht das Problem zunehmend darin, nach relevant und irrelevant zu filtern. Lehrbücher sind also nicht obsolet, sie sind wichtiger denn je. mehr...

FKI

Der Lehrpreis des Landes 2015 ging an Peter Nick and Mathias Gutmann. Mit dem Preisgeld bauten wir das Forum auf, um über die Grenzen von Fakultäten und Disziplinen kontroverse Themen zu hinterfragen und zu diskutieren.

Das Thema im Sommersemester: "Moralisierung und Wissenschaft" - Kontroversen garantiert. mehr...

Prof. Dr. Peter Dabrock, Universität Erlangen-Nürnberg: Wenn sich Wissenschaft zu viel zutraut. Zur Ambivalenz der vermeintlichen Relevanzsteigerung von Wissenschaft in der Corona-Krise. Di, 24. Mai 2022, 15:45 ZOOM

 

 

 

 

 

 

Kooperation Botanik-IHM im Biospektrum

Seit mehr als 15 Jahren arbeiten das Botanische Institut und das Institut für Hochenergieimpuls- und Mikrowellentechnologie über elektrische Manipulation von Algen zusammen. Wir konnten zeigen, dass man mit elektrischen Impulsen nicht nur Membranen durchstoßen, sondern auch biologische Signale auslösen kann. Damit lassen sich Algen für biotechnologische Zwecke manipulieren. Beispielsweise konnte der Energieaufwand für die Extraktion von Proteinen um einen Faktor 100 verringert werden. Das zeigt, wie sehr die Anwendung von der Grundlagenforschung profitiert. mehr...

Microbes for Future

Gemeinsam mit Prof. Anne Kaster vom Institut für Biologische Grenzflächen am Campus Nord haben wir unser neues Projekt "Microbes for Future" begonnen, das vom Strategiefond des Präsidiums gefördert wird. Es geht darum, die Mikroorganismen im Wurzelraum  so zu beeinflussen, dass das Immunsystem der Rebe gestärkt wird. Ziel ist es, die Folgen des Klimawandels für den Weinbau abzufedern. Die Grundlage für diese Anwendung sind unsere Forschungen über Esca & Co, holzzerstörende Pilze, die aufgrund des Klimawandels auch hierzulande immer drastischer zuschlagen. mehr...

Mikrotubuli-Wirkstoff aus TCM Pflanze identifiziert

Der Färberwaid, auch Deutscher Indigo genannt, wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin unter dem Namen Ban Lan Gen genutzt. Derzeit steht er im Rampenlicht, weil er Covid-Symptome deutlich lindern kann. In einer Kooperation mit Chemikern in der Schweiz gelang es uns, den Wirkstoff Glucobrassicin zu identifizieren, der Mikrotubuli in pflanzlichen und tierischen Zellen abbaut. Da der Covid Virus die Mikrotubuli der Wirtszelle für sein eigenes Fortkommen missbraucht, könnte das der Grund für die therapeutische Wirkung von Ban Lan Gen sein. Die Arbeit wurde nun im Journal for Integrative Plant Biology angenommen und wird dort sogar auf der Titelseite gewürdigt. mehr...

 

 

Was wir forschen

Leben ist nicht einfach. Es gibt zwei Wege, das zu meistern – Tiere rennen davon, Pflanzen passen sich an. Wir wollen verstehen, wie. Der Schlüssel sind pflanzliche Zellen, denn sie vermitteln Gestalt, Anpassung und die enorme Vielfalt der Pflanzen.
Evolution löst Probleme nachhaltig, auf vielfältige Weise. Können wir diese Vielfalt nutzen? Wir wollen Biodiversität schützen und nutzen. Wir entwickeln Methoden, um Verbraucherschutz in Zeiten der Globalisierung zu sichern. mehr... Amaranth, das Superfood der Inka, als funktionelles Nahrungsmittel. Wir versuchen, den Gehalt an Omega-3-Fettsäuren zu erhöhen, um eine vegane Alternative für Seefisch zu entwickeln (EU-CORNET, 2020-2022), gemeinsam mit der Universität Hohenheim und Partnern aus Peru. mehr...
Pflanzen sind Meister der Anpassung. Wie meistern sie Stress? Wir arbeiten an Jasmonsäure, dem pflanzlichen "Adrenalin", aber auch über das Immunsystem der Weinrebe. mehr.. Gemeinsam mit Partnern aus der EUCOR-Region nutzen wir ein Ökosystem auf dem Chip, um chemische Kommunikation zwischen Pilzen und Pflanzen aufzuklären und für den nachhaltigen Pflanzenschutz zu nutzen (Interreg Wissenschaftsoffensive, 2019-2022). mehr...
Pflanzenzellen können Selbstorganisation ohne einen "Big Brother". Die Fähigkeit jeder einzelnen Zelle, sich selbst eine Richtung zu geben, ist hier zentral. Wie geht das? mehr... Die Mikrotubuli, ein Teil des pflanzlichen Cytoskeletts, können als Thermometer arbeiten. Können wir das nutzen, um Erdbeeren vor Frost zu schützen? (BMBF, 2018-2020)