Für die Öffentlichkeit

Wissenschaft ist ein zentraler Pfeiler unserer Gesellschaft. Darum müssen Wissenschaft und Gesellschaft im Gespräch bleiben.

 

 

Woran arbeiten wir?

 

Das Leben ist nicht immer einfach. Es gibt zwei Arten, darauf zu reagieren:  weglaufen  oder  sich  anpassen.  Überspitzt formuliert: Tiere laufen davon, Pflanzen passen sich an. Um ihr Überleben zu sichern, ändern sie ihren Stoffwechsel, ihre Entwicklung und ihre Gestalt. In unserer Arbeit versuchen wir diese Fähigkeit zur Anpassung zu verstehen und zu nutzen. Wir denken, dass man nur das sinnvoll anwenden kann, was man zuvor gründlich verstanden hat:

Einzelne Pflanzenzellen können den ganzen Organismus neu hervorbringen, bei uns kann das nur die befruchtete Eizelle. Wie entsteht hier ein geordnetes Ganzes, wie kann es sich gegen die ständig schwankende Umwelt behaupten? Wie ist die bei Pflanzen sehr große Vielfalt von Überlebensstrategien entstanden?

 

Das wollen wir verstehen.

Wir wollen aber nicht nur verstehen, wir wollen das Verstandene auch anwenden:

 

Können wir unser Wissen über pflanzliche Biodiversität dazu nutzen, neue Problemlösungen zu finden und zur Lebensmittelsicherheit beizutragen?

Unser Mitarbeiter Dr. Adnan Kanbar hat eine neue Sorte der Mohrenhirse (Sorghum bicolor), die bei uns gedeiht und aufgrund eines leistungsfähigeren Leitungssystems in vier Monaten eine Höhe von mehr als 3 Metern erreicht.

Können wir unser Wissen über die Anpassungsfähigkeit von Pflanzenzellen dazu nutzen, Pflanzen über Züchtung oder Behandlung besser gegen den Klimawandel zu schützen?

Unser Mitarbeiter Dr. Islam Khattab konnte in unserer Sammlung der hoch bedrohten Europäischen Wildrebe (der Stamm-Mutter unserer Weinrebe) Typen finden, die gegen klimabedingte Pilzkrankheiten resistent sind, weil sie ihr Immunsystem effizienter aktivieren können. mehr...

Können wir pflanzliche Zellen künstlich so organisieren, dass sie wertvolle Wirkstoffe für die Medizin erzeugen? Hier arbeiten wir mit dem Institut für Mikrostruktur-Technologie zusammen.

Unser Mitarbeiter Dr. Kunxi Zhang konnte erstmals das lange gesuchte, aber nie gefundene Enzym finden, das Mikrotubuli de-tyrosiniert und so als "Autobahnen" für die Bewegung von Motorproteinen markiert. mehr...